EU Nr. 1169/2011 – Die Lebensmittelinformationsverordnung

pic_handelNun gilt die neue Lebensmittelinformationsverordnung (kurz: LMIV) EU Nr. 1169/2011 schon seit über einem Jahr. Seit 13. Dezember 2014 müssen Lebensmittel einheitlich gekennzeichnet werden. Der zweite Teil, die Nährwertkennzeichnung, muss erst zum 13. Dezember 2016 zwingend umgesetzt werden. Wir informieren Sie hier über die Bestandteile der LMIV!

2011 löste die Lebensmittelinformationsverordnung die Lebensmittelkennzeichnungsverordnung ab. Betroffene hatten bis Ende 2014 Zeit ihre Kennzeichnung anzupassen. Doch woraus bestehen die Änderungen und wie kennzeichnet man nun Lebensmittel in der EU?

Schriften müssen eine Mindestgröße haben

Die verpflichtende Mindestschriftgröße, bezogen auf den Buchstaben x,  ist 1,2 mm. Im Fall einer sehr kleinen Verpackung liegt die Mindestschriftgröße bei 0,3 mm weniger. Angaben sollten generell immer gut lesbar sein!

Lebensmittelimitatangabe

Wenn Bestandteile ersetzt wurden gilt die Angabe des Lebensmittelimitats in unmittelbarer Nähe des Produktnamens. Kleiner als 75% darf die Schrift hierbei nicht sein. Das Zutatenverzeichnis muss mit, den im Lebensmittelimitat verwendeten, Zutaten ergänzt werden. Immer dann wenn Fisch oder Fleisch aus einzelnen Stücken zusammengefügt wurden („Klebefleisch“), muss der entsprechende Hinweis „aus Fleisch(bzw. Fisch-)stücken zusammengefügt“ vermerkt sein.

Kennzeichnung von Allergenen

Der Hinweis auf Allergene ist nun nicht nur bei Lebensmitteln in Fertigpackungen Pflicht, sondern es muss auch bei loser Ware darauf hingewiesen werden. Alle Stoffe die Unverträglichkeiten verursachen können, sollten deutlich vermerkt sein. Bäckereien oder Fleischereien zum Beispiel können Auskunft über Ihre Produkte hinter der Theke mündlich erteilen, müssen allerdings per Aushang auf diese Möglichkeit hinweisen.

Angabe der Fleischherkunft

Die Herkunftskennzeichnung ist mit der neuen LMIV zur Pflicht geworden und gilt für Fleisch von Schweinen, Schafen, Ziegen und Geflügel. Verarbeitete Fleischerzeugnisse sind von der Herkunftskennzeichnung ausgenommen.

Warnhinweise für koffeinhaltige Lebensmittel

Alle Lebensmittel mit erhöhtem Koffeingehalt müssen mit Warnhinweisen versehen sein, die vor allem Kinder, Schwangere und Stillende vor den Wirkungen des Koffeins warnen.

Eingefroren am…

Jedes eingefrorene Fleisch- oder Fischprodukt muss mit dem Datum gekennzeichnet werden, an dem es eingefroren wurde.

Angaben über Energie- und Nährwerte

Bisher ist die Angabe des durchschnittlichen Nährwerts freiwillig, doch ab dem 13. Dezember 2016 ist die Nährwertkennzeichnung in der EU verpflichtend. Ab dann müssen auf Produktepackungen eine Tabelle mit den Angaben des Brennwerts (Energiegehalt) und den Nährstoffen Fett, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß, gesättigte Fettsäuren und Salz vorzufinden sein.

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